I N H A L T
Ein­lei­tung
1. "Groß­mut­ter, ei­ne Ge­schich­te! Biiiitte!"
2. Chro­no­lo­gie (Kö­nigs­hö­fe)
3. Wür­di­gung (Ge­schichts­wis­sen­schaft als Gei­stes­wis­sen­schaft)
4. Er­klä­rung (Ar­chä­o­lo­gie, Jour­na­lis­mus, Bil­dungs­in­sti­tu­te)
5. Über­win­dung (hei­li­ge Schrif­ten)
 
Nar­ra­ti­ve, die mir ein biss­chen ge­läu­fig sind
1. das west­li­che ("Hei­liges Rö­mi­sches Reich"): Hi­sto­risch sind die 4.000 Jah­re von Ab­ra­ham bis heu­te, al­les da­vor ist prä­hi­sto­risch
2. das su­me­ri­sche: Als hi­sto­risch gilt die Zeit zwi­schen 435.000-2.023 v.u.Z. (ko­in­zi­diert mit dem Auf­tre­ten Ab­ra­hams)
3. das in­di­sche: Hi­sto­risch gibt es nicht. Al­les, was pas­siert, er­hält durch die Qua­li­tät des je­wei­li­gen Zy­k­lus, in dem es pas­siert, Sinn.
 

 
EIN­LEI­TUNG
"hi­sto­ri­sches Nar­ra­tiv" heißt ei­gent­lich "Ge­schich­te er­zäh­len". "hi­sto­risch" heißt "ge­schicht­lich", und "Nar­ra­tiv" kommt vom la­tei­ni­schen "nar­ra­re" (er­zäh­len). Ein Nar­ra­tiv ist ei­ne Er­zäh­lung, de­ren Zweck und Wir­kung viel­schich­tig ist.

Von "nar­ra­re" kommt auch der "Narr", der dem Kö­nig Ge­schich­ten und Schwän­ke er­zäh­len­de Hof­narr. Die muss­ten nicht stim­men, son­dern soll­ten un­ter­hal­ten und ein­ge­fah­re­ne Men­tal­struk­tu­ren am Kö­nigs­hof auf­bre­chen.
 
 

1) "GROSS­MUT­TER, EI­NE GE­SCHICH­TE! BIIIT­TE!"
Wol­len wir Kin­dern den Zu­stand un­se­rer Welt er­klä­ren, er­zäh­len wir ih­nen Ge­schich­ten. Me­dien un­ter­stüt­zen uns da­bei. Ein­gebo­renen­kin­der, die kei­ne Me­dien ha­ben, manch­mal auch kei­ne Schu­le und kei­ne Schrift, be­kom­men ih­re Tra­di­tion am La­ger­feuer von der Groß­mut­ter oder von wei­sen al­ten Frau­en ver­mit­telt.

Kin­der möch­ten am lieb­sten im­mer Ge­schich­ten hö­ren. Wie freu­te ich mich auf den Ge­gen­stand "Ge­schich­te" in der zwei­ten Klas­se Gym­na­sium, und wie herb ent­täuscht war ich, als die Pro­fes­sorin uns im Un­ter­richt al­les Mög­li­che er­zähl­te, nur kei­ne Ge­schich­ten.

Ge­schich­ten kön­nen die Welt ver­än­dern.

   a) Hier­zu ein fil­mi­sches Bei­spiel:

In ei­nem Hol­ly­wood-Film, in nur ei­nem ein­zi­gen Zim­mer mit Laien­dar­stel­lern und mi­ni­ma­lem Bud­get ge­dreht, kün­digt ein Pro­fes­sor nach zehn Jah­ren sei­nen Job und zieht um - sehr zum Un­ver­ständ­nis des Lehr­kör­pers. Ei­ner be­freun­de­ten Kol­le­gin of­fen­bart er den Grund: "Ich ster­be nicht." Da­mit nicht auf­fal­le, dass er im­mer gleich alt aus­sehe, zie­he er al­le zehn Jah­re wo­an­ders hin. Er le­be seit ein paar tau­send Jah­ren auf der Er­de und ha­be sich trai­niert, gu­te Ge­dan­ken un­ter die Men­schen zu brin­gen. Er sei schon eine Rei­he be­rühm­ter Män­ner ge­we­sen, un­ter an­de­rem Je­sus Chri­stus. Er ma­che Wit­ze, meint die Kol­le­gin, und sagt dies auch den Freun­den, die zur Ab­schieds­fei­er kom­men. Von die­sen he­raus­gefor­dert, sich zu er­klä­ren, will er zu­nächst nichts sa­gen, tut es aber dann doch. Be­schei­den bleibt er bei sei­ner Ver­sion und be­ant­wor­tet je­de Fra­ge über das Wa­rum, Wann und Wie sou­ve­rän. Bald spal­tet sich sein Freun­des­kreis. Die ei­nen leh­nen ihn ab und möch­ten ihn psy­chia­trie­ren las­sen, die an­de­ren ver­su­chen, seine Ge­schich­te zu ra­tio­na­li­sie­ren, und sei­ne Kol­le­gin be­ginnt an ihn zu glau­ben. Dass er al­le sei­ne Frau­en über­lebt, ist ei­ner­seits sei­ne Tra­gik, be­wegt an­de­rer­seits aber sei­ne Kol­le­gin, sich zur näch­sten Frau in sei­nem Le­ben be­ru­fen zu füh­len. Sie wird es dann auch.

Der Film er­zählt eine un­glaub­li­che Ge­schich­te oh­ne Be­wei­se - ein "Nar­ra­tiv" rein­sten Was­sers -, die das Le­ben de­rer, die sie hö­ren, für im­mer ver­än­dert. Was ist das Be­son­de­re an der Ge­schich­te? Sie be­an­sprucht, was nie­mand hat: Kom­pe­tenz in be­zug auf "ewi­ges Le­ben" - und be­siegt da­mit un­se­ren In­tel­lekt. Sie hebt die Vor­stel­lun­gen, die wir uns von un­se­rem Da­sein ge­macht ha­ben, aus den An­geln.

   b) Men­schen han­deln oft wie in Ge­schich­ten. Vor Kur­zem nahm ich im Deutsch­kurs das Mär­chen "Rot­käpp­chen und der bö­se Wolf" durch. Da­nach kam ich mit ei­ner Kurs­teil­neh­me­rin in ein Ge­spräch über ih­re per­sön­li­che Si­tu­a­tion, in des­sen Ver­lauf sie mir ganz ge­nau be­schrieb, wo sie wohn­te - ganz wie es Rot­käpp­chen dem Wolf ge­gen­über ge­tan hat­te. Wer ver­trau­ens­voll auf uns wirkt, dem er­zäh­len wir al­les. Ver­trau­ens­voll wirkt, wer un­se­re Ge­schich­te in ein plau­si­bles, schlüs­si­ges Nar­ra­tiv bringt. Der Wolf im Mär­chen ist nicht nur in "Rot­käpp­chen" gut im Er­zäh­len, falls Du Dich er­in­nern kannst. Mit Krei­de macht er sei­ne Stim­me weich und wohl­klin­gend.

   c) Ge­schich­ten er­zäh­len ist eine ho­he Kunst, wie et­wa die ara­bi­schen Er­zäh­lun­gen aus tau­send­und­ei­ner Nacht. Da­rin holt ein Sul­tan ein Mäd­chen an sei­nen Hof. Ih­re Schwe­ster, die sie be­frei­en möch­te, schwin­delt sich in den Pa­last und schafft es mit ih­rer Kunst, zum an chro­ni­scher Lan­ge­wei­le lei­den­den Sul­tan vor­ge­las­sen zu wer­den und ihn näch­tens mit ih­rer Ge­schich­te zu fes­seln. Je­des­mal, wenn sie früh­mor­gens zur Ar­beit auf­bre­chen muss, heißt der Sultan sie abends wie­der­kom­men, um die Fort­set­zung der Ge­schich­te zu hö­ren. Er ver­gisst da­rüber ih­re Schwe­ster. Nach tau­send Näch­ten hat die Er­zäh­le­rin ver­ein­ba­rungs­ge­mäß ei­nen Wunsch frei und wünscht sich die Frei­heit ih­rer Schwe­ster.

So­wohl bei der Rah­men­hand­lung als auch bei der Ge­schich­te selbst geht es um Le­ben und Tod, so­dass man sich fragt: Wenn schon Ge­schich­ten so dra­ma­tisch und er­grei­fend sein kön­nen, wie dann erst das ech­te Le­ben?

   d) Ein Bei­spiel aus der neu­e­ren Zeit, wie ei­ne Ge­schich­te über Le­ben und Tod ent­schied:

Nach der Er­mor­dung Franz Fer­di­nands von Öster­reich-Este (*1863), Nef­fe und Thron­fol­ger von Kai­ser Franz Jo­seph I. von Habs­burg-Loth­rin­gen (1830-1916), und sei­ner Frau Her­zo­gin So­phie von Ho­hen­berg (*1868; bis 1909 Grä­fin Cho­tek von Chot­ko­wa und Wog­nin) am 28. Ju­ni 1914 in Sa­ra­je­wo (heu­te Bos­nien und Her­ze­go­wi­na, da­mals Ser­bi­en) dach­te die öster­rei­chi­sche Re­gie­rung an ei­ne kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Auf­klä­rung des Fal­les und nicht an Krieg. Die re­vo­lu­tio­nä­re (welt­kriegs­be­für­wor­ten­de) Be­we­gung schaff­te es aber, ei­nen ho­hen Of­fi­zier zum Kai­ser in Bad Ischl vor­zu­las­sen, mit dem Ge­schicht­chen, dass nach dem Mord Tei­le der ser­bi­schen Ar­mee öster­rei­chi­sche in Ser­bi­en sta­tio­nier­te Trup­pen an­ge­grif­fen hät­ten. Der Kai­ser glaub­te ihm. Um Öster­reichs Ge­sicht zu wah­ren, er­klär­te er Ser­bi­en den Krieg. Nur zwei Ta­ge spä­ter er­fuhr er, dass die ser­bi­sche Ar­mee nicht an­ge­grif­fen hat­te. Zu spät. Die Kriegs­maschi­ne­rie roll­te, die Na­tio­nen mach­ten mo­bil.

Der er­ste Welt­krieg wur­de we­gen die­ser Lü­ge ge­führt. Bei wie vie­len Krie­gen seit­her war es ge­nau­so?

   e) Die Ge­schich­te un­se­rer Kul­tur wird uns als Kinder in der Schu­le, als Stu­den­ten an der Uni­ver­si­tät und als Er­wach­se­ne durch die Me­dien er­zählt. Ich sag­te "er­zählt", mein­te aber "ver­ord­net". Wir er­fah­ren die "of­fi­ziel­le" Ge­schich­te, von der nicht ab­ge­wi­chen wer­den darf, oh­ne mit dem Ge­setz in Kon­flikt zu ge­ra­ten. Die of­fi­ziel­le Ge­schich­te ist un­ser Nar­ra­tiv. Es hält un­se­re Ge­sell­schaft zu­sam­men. Wer es ins Wan­ken bringt, gilt als Ge­fahr für die Ge­sell­schaft.

Ich kri­ti­sier­te ein­mal ei­nen In­halt des Ge­schichts­buchs ei­nes mei­ner Sö­hne, die da­mals das Gym­na­sium be­such­ten. Sei­ne Ant­wort ver­gess' ich nie: "Was soll ich denn ma­chen? Ich muss ja das ler­nen, was die wol­len, dass ich glau­ben soll!"
 
 

2) CHRONOLOGIE (KÖNIGSHÖFE)
Da­mit bin ich schon beim näch­sten Punkt auf mei­ner Li­ste, der Chro­no­lo­gie. Eine fi­xe Chro­no­lo­gie ist un­ab­ding­ba­rer Be­stand­teil je­des Nar­ra­tivs. Der Kö­nig ar­bei­tet sie mit sei­nen Ge­lehr­ten aus, be­vor er sie sei­nen Be­am­ten und da­mit auch sei­nem Volk ver­ord­net. Da­bei wird be­wusst ge­fälscht.

Ein Bei­spiel für ei­ne sol­che heu­te of­fi­ziell an­er­kann­te Fäl­schung ist die Kon­stan­ti­ni­sche Schen­kung. Bei der Krö­nung des Fran­ken Karl zum Kai­ser durch Papst Leo III. zu Weih­nach­ten des Jah­res 800 soll Karl dem Papst eine Ur­kun­de Kai­ser Kon­stan­tins des Gro­ßen ge­ge­ben ha­ben, die bei­de - Papst und Kai­ser - zur Er­rich­tung ei­nes christ­li­chen Welt­reichs le­gi­ti­mier­te, nach­dem das al­te rö­mi­sche West­reich un­ter­gegan­gen war und die Me­ro­win­ger als Füh­rer nicht mehr taug­ten. Teil die­ser Kon­struk­tion ist der Va­ti­kan als Staat. Die Kon­stan­ti­ni­sche Schen­kung war ein Schach­zug, der fol­gen­de Ei­gen­schaf­ten der Reichs­idee si­cher­te:

  1. Das Reich ist ei­nes: Nicht ein Reich Kon­stan­tins und ein Reich Karls gibt es, son­dern ein ein­zi­ges Reich. Es steht seit der Mai­län­der Ver­ein­ba­rung 313 nach der Schlacht an der Mil­vi­schen Brü­cke (312). Kon­stan­tin soll da­mals über Ma­xen­tius ge­siegt ha­ben, weil er (spä­ter christ­lich in­ter­pre­tier­te) Stau­ro­gram­me auf der Kampf­rü­stung sei­ner Sol­da­ten an­brach­te. Er­staun­lich, dass das of­fi­ziel­le Eu­ro­pa kei­ne 1700-Jahr-Ju­biläums­fei­ern auf­bot.
  2. Das Reich ist mei­nes: Die Ur­kun­de - der fik­ti­ve Kon­stan­tin - be­ruft sich ehr­fürch­tig auf die Au­to­ri­tät des Bi­schofs von Rom, Sil­ve­ster I. (314-335), da­rin auch Papst, höch­ster Leh­rer auf dem Stuh­le Pe­tri und Pon­ti­fex genannt. Auch wird der fik­ti­ve Kon­stan­tin höchst­selbst von den Apo­steln Pe­trus und Pau­lus im Traum be­sucht, die ihn für sei­ne Gott wohl­gefäl­li­gen Ta­ten lo­ben und von sei­nem kör­per­li­chen Ge­bre­chen hei­len. Die wich­tig­sten christ­li­chen Au­to­ri­tä­ten wer­den al­so an­ge­ru­fen, ver­voll­stän­digt noch durch das tri­ni­ta­ri­sche Glau­bens­be­kennt­nis. So­mit über­ant­wor­tet Papst Leo III. (750-816, Papst 795) mit der Über­ga­be der Kro­ne dem Neo-Kai­ser Karl die glei­che Sen­dung und Le­gi­ti­ma­tion zur Lei­tung des Zeit und Ort über­grei­fen­den christ­lich ge­wor­de­nen rö­mi­schen Rei­ches, wie einst Kon­stan­tin sie in­ne­hat­te.
  3. Das Reich be­steht wei­ter: Das Reich be­steht kon­ti­nu­ier­lich seit 313. Oder seit Cä­sar? Oder seit Ro­mu­lus und Re­mus? Oder seit ...? Karl än­der­te nichts da­ran.

Weil wir ge­ra­de beim Fäl­schen sind: 200 Jah­re spä­ter schu­fen Va­ter Ot­to I. der Gro­ße (912-973, Kai­ser 962), Sohn Ot­to II. (955-983, Kai­ser 967) und En­kel Ot­to III. (980-1002, Kai­ser 996) das "Hei­li­ge Rö­mi­sche Reich", ab dem 15. Jahr­hun­dert mit dem Zu­satz "Deut­scher Na­tion" be­kannt. Nach dem Tod Karls des Gro­ßen (747-814) re­gier­te sein Sohn Lud­wig der From­me (778-840) das Reich, das 843 un­ter sei­nen Söh­nen Karl dem Kah­len (West­reich), Lo­thar (Mit­tel­reich) und Lud­wig dem Deut­schen (Ost­reich1) auf­geteilt wur­de.

Otto, als Sach­se zum Ost­reich ge­hö­rend, hat­te sich durch Sie­ge über Un­garn (955, Schlacht am Lech­feld) und Sla­wen Re­spekt, durch de­ren Chri­sti­a­ni­sie­rung den Ruf ei­nes Ret­ters des Chri­sten­tums, durch sei­ne Hei­rat mit Adel­heid von Bur­gund die Kro­ne Ita­liens und durch sei­ne Kai­ser­krö­nung 962 das At­tri­but des to­tius or­bis ca­put ("Haupt der gan­zen Welt") ver­schafft. Un­ter Ot­to III. wur­den klö­ster­li­che Schreib­stu­ben be­auf­tragt, für die maß­geb­li­che Reichs­chro­no­lo­gie Ur­kun­den zu er­fin­den oder um­zu­schrei­ben. Ech­te Ur­kun­den, die man nicht mehr brau­chen konn­te, zog man ein.

Das Nar­ra­tiv der heu­ti­gen west­li­chen Welt stammt aus der Zeit Ot­tos III. Sei­ne Säu­len stel­len sich mir heu­te so dar, wo­bei ich beim be­sten Wil­len nicht sa­gen kann, wie viel davon er­fun­den ist:

Der Mann Kleo­pa­tras, der letz­ten Pha­ra­o­nin (69-30 v.u.Z., Pto­le­mä­e­rin mit un­be­kann­ter Mut­ter), war Ga­ius Iu­lius Cae­sar (100-44 v.u.Z.). Den Mann ei­ner Pha­ra­o­nin nennt man - Pha­rao. Cä­sar war das nicht, trat auf die­se Wei­se aber öf­fent­lich­keits­wirk­sam das Er­be der Pha­ra­o­nen an. Nach sei­nem Tod nahm Kleo­pa­tra sich Cä­sars Nach­fol­ger Mar­cus An­to­nius (86-30 v.u.Z.) zum Mann. Nach­dem auch die­ser ge­stor­ben war, hat­ten sie und ih­re Kin­der nur mehr Fein­de. Sie scheint des­halb ihr Leben selbst be­en­det zu ha­ben. Die Ver­sion, dies wä­re durch Bis­se zwei­er Uräus­schlan­gen (die ägyp­ti­sche Ko­bra ist die pha­ra­o­ni­sche Reichs­schlan­ge) ge­sche­hen, ent­stammt dem Triumph­zug ih­res Be­sie­gers Ga­ius Octa­via­nus Au­gu­stus (63 v.u.Z. bis 14 u.Z.) im Jah­re 29 v.u.Z. in Rom und gilt als nicht hi­sto­risch. Den­noch blie­ben die Uräus­schlan­gen in den Wer­ken der Schrift­stel­ler (Shake­speare al­len vo­ran), Ma­ler und Holly­wood-Pro­du­zen­ten drin­nen.
Ga­ius Iu­lius, Mar­cus An­to­nius und Ga­ius Oc­ta­via­nus fasst das Nar­ra­tiv als Trium­vi­rat zu­sam­men - ab­sicht­lich. Die drei sol­len ja in ei­ner ver­ein­ten An­stren­gung das rö­mi­sche Reich als Kai­ser­reich lan­ziert ha­ben.
Cä­sar über­nimmt den ägyp­ti­schen Son­nen­ka­len­der für Rom, wird ein Jahr spä­ter er­mor­det und auf ein senk­recht ste­hen­des Holz­kreuz ge­bahrt - al­ler­dings nicht sein to­ter Kör­per, son­dern ei­ne ihn re­prä­sen­tie­ren­de Holz­sta­tue. Das Kreuz war ein Sym­bol für die Son­ne als Herr­scher über die Zeit2, und sei­ne Kreu­zi­gung ver­mähl­te ihn mit der Son­ne und de­ren himm­li­scher Herr­schaft. Cä­sar war Im­pe­ra­tor auf Le­bens­zeit (ein ei­gens für ihn ge­schaf­fe­nes Amt) so­wie auch Pon­ti­fex Ma­xi­mus, ober­ster Prie­ster. Den Rö­mern galt er als Gott selbst - spä­te­stest seit Mar­cus An­to­nius' Be­gräb­nis­re­de. Von sei­ner Kreu­zi­gung wis­sen nur we­ni­ge Ge­lehr­te, aber von der Kreu­zi­gung Jesu weiß die gan­ze Welt. Auch Je­sus fuhr nach sei­ner Kreu­zi­gung in den Him­mel auf. Er war mehr als ein Kö­nig, er war der Sohn Got­tes "him­self". Mit­hil­fe von Je­sus be­frei­te man die Kreu­zi­gung Cä­sars aus ih­rer Ver­anke­rung in Raum und Zeit und stell­te sie al­len Bür­gern des Rei­ches be­stän­dig vor Au­gen.
Laut Neu­em Te­sta­ment wur­de Je­sus üb­ri­gens wäh­rend der Re­gent­schaft von Ga­ius Oc­ta­via­nus Au­gu­stus ge­bo­ren, dem Über­win­der Ägyp­tens und Drit­ten im Bun­de des Trium­vi­rats.3

Was be­deu­tet das für das Reichs-Nar­ra­tiv? Viel. Da­von nur zwei Punk­te:

Er­stens sol­len wir wis­sen, dass Rom lebt und Ägyp­ten tot ist. Die Zeit Ägyp­tens ist vor­bei, weil die letz­te le­gi­ti­me Pha­ra­o­nin tot ist und ih­re Kin­der ent­mach­tet sind. Das Trium­vi­rat aus Cä­sar, Mark An­ton und Au­gu­stus hat Ägyp­ten und Grie­chen­land ge­erbt. Rom ist das neue Is­ra­el. Wa­rum? Weil das er­ste Is­ra­el eben­falls aus Ägyp­ten ge­kom­men war und es be­siegt zu­rück­gelas­sen hat. Da­rum.

Zwei­tens gibt es nur ein ein­zi­ges Op­fer von Wert, das un­end­lich wert­vol­le Kreu­zes­op­fer des Soh­nes Got­tes. Nie­mand kann ihm et­was hin­zu­fü­gen. Mensch­li­ches Ver­dienst gibt es nur als Mit­wir­kung da­ran.

Durch das Op­fer Chri­sti wur­de die Son­ne wirk­lich in­vic­tus (sol in­vic­tus - "un­be­sieg­te Son­ne" - hieß der Kult, dem Kon­stan­tin an­hing). Die christ­li­che Kreuz­vereh­rung be­gann am Tag vor Kon­stan­tins Schlacht an der Mil­vi­schen Brü­cke. Er hat­te da­mals in die Son­ne ge­blickt, de­ren Stra­hlen, ge­bro­chen durch Was­ser­tröpf­chen ei­nes Re­gen­schlei­ers, ein ver­schwom­me­nes Kreuz an den Him­mel zeich­ne­ten, wäh­rend er vi­sio­när die Wor­te er­hielt: "In hoc vin­ces!" ("in die­sem [Zei­chen] wirst du sie­gen" - ge­gen Ma­xen­tius). Da­nach be­schaff­te sei­ne Mut­ter He­le­na Bruch­stü­cke von Je­su Ori­gi­nal-Kreuz aus Pa­lä­sti­na und ließ sie in Rom und Kon­stan­ti­no­pel öf­fent­lich ver­ehren.

Son­ne, Kreuz und Reich sind Rom und dem Chri­sten­tum in­hä­rent. Zum Feier­tag be­stimm­te man den er­sten Tag der Wo­che, den dies so­lis, den Tag der Son­ne, spä­ter in dies do­mi­ni­ca um­be­nannt.

Beim Tag des Sa­turn, dem Sams­tag oder Sab­bat, hin­ge­gen blie­ben sich auf Mo­ses und Ab­ra­hams Sohn Isaak be­rufen­de Gläu­bi­ge, die die­sen Wech­sel nicht mit­tra­gen woll­ten oder die er nicht er­reich­te.

Den Frei­tag, Tag der Freya oder Ve­nus, er­hielt 300 Jah­re spä­ter ei­ne neue, sich auf Ab­ra­hams Sohn Is­ma­el be­rufen­de Re­li­gion als Feier­tag. Ihr Si­chel-Sym­bol be­deu­tet eher die Ve­nus als den Mond. Der Ra­ma­dan fei­ert die Nacht (Herr­schafts­be­reich von Mond und Ster­nen), wäh­rend er dem Tag (Herr­schafts­be­reich der Son­ne) durch To­tal-Fas­ten Ener­gie ent­zieht.

Da­mit hat­te man den Ein­gott­glau­ben auf­gefä­chert auf drei Re­li­gio­nen mit je ih­rem ei­ge­nen Feier­tag. Die Reichs­idee war groß ge­nug da­für.

Ist es nicht ein­fach, das Reichs-Nar­ra­tiv? Al­les Gu­te muss ein­fach sein. Es wird stän­dig er­zählt, nicht nur von Groß­müt­tern. Shake­speare schrieb "The Tra­ge­dy of Ju­lius Cae­sar" und "An­to­ny and Cleo­pa­tra", Holly­wood macht Kleo­pa­tra- und Je­sus-Fil­me, Kin­der le­sen im La­tein­unter­richt Cä­sar, die USA ver­wen­den rö­mi­sche Reichs­sym­bo­le (Stan­dar­te, Ad­ler) und im Zen­trum der Re­li­gion steht Je­sus Chri­stus - un­ter­stützt von ei­ner welt­wei­ten Pro­pa­gan­da-Ma­schi­ne­rie. Al­le spä­te­ren Er­eig­nis­se blei­ben an Wich­tig­keit hin­ter dem, was mit Cä­sar und Je­sus Chri­stus pas­siert ist, zu­rück. Fak­ten, die die­ses Nar­ra­tiv stüt­zen, wer­den in die Chro­no­lo­gie auf­genom­men, Fak­ten, die es stö­ren, wer­den ver­schwie­gen. Der Rest wird er­fun­den oder hin­gebo­gen.

Kaum je­mand spricht je­doch über den An­lass für das al­les, dass näm­lich zur Zeit des Kon­zils von Ni­zäa (325) das Früh­lings­äqui­nok­tium erst­mals im Stern­zei­chen der Fi­sche stand - ein Wech­sel4, der für sei­nen öf­fent­li­chen Voll­zug Jahr­hun­der­te der Vor­berei­tung brauch­te.

Kei­ne Chro­no­lo­gie oder Reichs­ideo­lo­gie kann die Ge­hir­ne und Ge­füh­le al­ler bin­den. Das muss sie auch nicht. Sie muss nur ei­ne aus­rei­chend gro­ße Zahl von Bür­gern bin­den. Da­für muss sie lan­ge ge­nug zu­rück­rei­chen und wo­mög­lich gött­lich le­gi­ti­miert sein. Für den Kö­nig und sein Volk wich­tig ist, dass die Chro­no­lo­gie funk­tio­niert, nicht dass sie hi­sto­risch ist.

Ich sage das nicht sar­ka­stisch oder ver­ächt­lich. Mein ehr­fürch­ti­ges Stau­nen ge­gen­über dem Le­ben, hei­li­gen Rei­chen und hei­li­gen Schrif­ten wächst.
 
 

3) WÜR­DI­GUNG (GE­SCHICHTS­WIS­SEN­SCHAFT ALS GEI­STES­WIS­SEN­SCHAFT)
Die Ge­schichts­wis­sen­schaft als Gei­stes­wis­sen­schaft weiß um ge­fälsch­te Chro­no­lo­gien. Sie sind ein Teil ih­res Ma­te­rial­ob­jekts, das sie adä­quat zu eva­lu­ie­ren hat. Es hel­fen ihr vie­le Quel­len zur Da­tums­bestim­mung von Er­eig­nis­sen:

Ge­schich­te als Wis­sen­schaft nimmt die Qua­li­tät von Ent­wick­lun­gen, vor al­lem der mensch­li­chen, aber auch der üb­ri­gen Le­be­we­sen, der Er­de und des Welt­alls, wahr.

Mit wel­cher Be­wusst­seins­qua­li­tät be­den­ken wir un­se­re Ge­schich­te? Kann un­ser Be­wusst­sein die Ge­samt­heit der Er­eig­nis­se be­rück­sich­ti­gen und in ih­rem Zu­sam­men­hang se­hen? Ein Hi­sto­ri­ker kann ein gro­ßer Mensch sein. Als Theo­lo­ge hi­sto­risch-wis­sen­schaft­lich we­nig be­wan­dert, las ich ein­mal in die Ge­schich­te der Mensch­heit aus der Sicht des iri­schen Au­tors und Red­ners Mi­cha­el Tsa­rion hi­nein. Er ver­sucht, die gu­ten und bö­sen Ein­flüs­se zu klä­ren, die zum heu­ti­gen Men­schen führ­ten. Ob in al­lem zu­tref­fend, sei da­hin­ge­stellt, aber den Ver­such fin­de ich lo­bens­wert. Nach Tsa­rion gibt es so et­was wie ei­ne Ur­sün­de, ein Ver­führt­wer­den und ein Ver­sa­gen des Men­schen mit ka­ta­stro­pha­len Fol­gen, es gibt aber auch ein Herz, das al­les ver­steht und über­win­den kann, we­nig­stens ab­sichts­mä­ßig. Ich lern­te durch ihn, dass es Ge­lehr­te gibt, die das Ge­samt des Ge­sche­he­nen zu be­den­ken und po­si­tiv zu be­ein­flus­sen ver­su­chen, bei al­ler ei­ge­nen Be­grenzt­heit. Das gab mir da­mals Hoff­nung. Ich ver­su­che, sel­ber so ein Mensch zu wer­den.

Ganz kurz möch­te ich den Kampf um die Deu­tungs­hoheit er­wäh­nen. Muss je­mand die letzt­gül­ti­ge Ent­schei­dung da­rüber ha­ben, wie Din­ge zu ver­ste­hen sind? Nein. Wir kön­nen uns ja ge­gen­sei­tig die Din­ge im­mer wie­der deu­ten.
Es hat al­ler­dings in un­se­rer Ge­sell­schaft im­mer je­mand die letz­te Ent­schei­dung über die Ver­ga­be von Po­sten und Geld. Po­sten sind an Be­din­gun­gen ge­knüpft, Geld auch. Ei­ne we­sent­li­che Be­din­gung ist, ein be­stimm­tes hi­sto­ri­sches Nar­ra­tiv zu fa­vo­ri­sie­ren und Kon­kur­renz aus­zu­schal­ten. Da­für wird Wis­sen­schaft­lich­keit ge­op­fert.
 
 

4) ER­KLÄ­RUNG (AR­CHÄ­O­LO­GIE, JOUR­NA­LIS­MUS, BIL­DUNGS­INSTI­TU­TIO­NEN)
Bei der Er­klä­rung an­ge­langt, wird schon ei­ne Ord­nung of­fen­bar. Es ist Auf­ga­be der ...

Wir se­hen, dass die ei­gent­li­che ge­schichts­schaf­fen­de In­stanz nur der Kö­nig ist. Ge­lehr­te, Ex­per­ten und Groß­müt­ter sind dem­gegen­über se­kun­där, so un­ab­ding­bar sie für die Tra­di­tions­vermitt­lung auch sind.

Ich ha­be bis­her nur das west­li­che Nar­ra­tiv er­wähnt und mit dem Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich iden­ti­fi­ziert. Es gibt auch an­de­re Nar­ra­ti­ve. In Be­rüh­rung kam ich mit dem su­me­ri­schen und dem in­di­schen.

Ich füh­re auch ar­chä­o­lo­gi­sche Fund­stü­cke an. Ge­fun­de­nes soll­te sich nicht nur phy­si­ka­lisch er­klä­ren las­sen, son­dern auch mit den hi­sto­ri­schen Nar­ra­ti­ven über­ein­stim­men. Da Nar­ra­ti­ve kul­tur- und zeitabhängig sind, kann ein Fundstück durchaus ein be­stimm­tes Nar­ra­tiv besonders stüt­zen, weil der gleichen Kultur entstammend, zu ei­nem an­de­rem Nar­ra­tiv hin­ge­gen we­nig Be­zie­hung ha­ben. Ei­ne Zu­sam­men­schau al­ler Fund­stü­cke und Nar­ra­ti­ve ge­lingt uns eben noch nicht. Das müs­sen wir uns be­schei­den ein­geste­hen.5

Dass ein Fund­stück in of­fe­nen Wider­spruch zu ei­nem Nar­ra­tiv ge­rät, soll­te nicht pas­sie­ren - meinst Du viel­leicht. Ge­nau das pas­siert aber in so ge­wal­ti­gem Aus­maß, dass ich es hier nicht ein­mal an­rei­ßen kann. Mein Vor­trag möch­te Dich nur ein biss­chen für das Pro­blem sen­si­bi­li­sie­ren.

Hier kurz die be­tref­fen­den Nar­ra­ti­ve, da­mit Du siehst, wie un­ter­schied­lich die sind:

a) ZEIT­RÄUME

  1. Das west­li­che Nar­ra­tiv um­fasst die un­ge­fähr 4.000 Jah­re vom bib­li­schen Ab­ra­ham bis heu­te.6 Was vor Ab­ra­ham pas­siert ist, gilt als prä­hi­sto­risch. Über die Be­deu­tung Je­su Chri­sti und sein Ver­hält­nis zu (ei­nem?) Gott wird seit 2.000 Jah­ren ge­strit­ten.7 In der is­la­mi­schen Tra­di­tion gilt er als Pro­phet, nicht als Sohn Gottes. Für die jü­di­sche Be­völ­ke­rung ist sei­ne Schänd­lich­keit schwer zu über­tref­fen; sie spricht mit we­ni­gen Aus­nah­men ver­ächt­lich über ihn. Und auch Chri­sten un­ter­einan­der strit­ten und strei­ten bis heu­te über ihn bis zum Blut­vergie­ßen.
  2. Das su­me­ri­sche Nar­ra­tiv be­ginnt vor 435.000 Jah­ren. Da­mals tra­ten erst­mals "von oben ge­kom­me­ne"8 We­sen von hö­he­rer In­tel­li­genz auf, die auf der Er­de9 zu herr­schen be­gan­nen. Ei­ne von ei­ner Ex­plo­sion auf der Si­nai-Halb­insel im Jah­re 2023 v.u.Z. ver­ur­sach­te ra­dio­akti­ve Wol­ke setz­te laut kö­nig­li­cher Chro­nik der s­ume­ris­chen Be­völ­ke­rung ein Ende. Das Er­eig­nis fällt zeit­lich in die Nä­he der Be­ru­fung Ab­ra­hams.
  3. Das in­di­sche Nar­ra­tiv um­fasst Zeit­zyk­len, die das von der west­li­chen Wis­sen­schaft pro­kla­mier­te Al­ter un­se­res Uni­ver­sums von knapp 14 Mil­liar­den Jah­ren um ein Viel­fa­ches über­stei­gen. Ich fand hier10 ei­nen Zyk­lus von 22 Qua­dril­lio­nen Jah­ren. Des­halb gilt das Nar­ra­tiv auch nicht als hi­sto­risch, son­dern als sym­bo­lisch oder my­thisch. Da­rin ge­schil­der­te Er­eig­nis­se er­hal­ten ih­re Be­deu­tung aus dem Kon­text des je­wei­li­gen Zyk­lus, in dem sie statt­fan­den.

b) DIE ENT­STE­HUNG DES MEN­SCHEN

  1. Das west­li­che Nar­ra­tiv nimmt ei­ne Er­schaf­fung des Men­schen durch Gott - ge­nau­er: durch Got­tes Wort - an11.
  2. Das su­me­ri­sche Nar­ra­tiv spricht von hi­sto­ri­schen ge­ne­ti­schen Ex­pe­ri­men­ten, von den "von oben ge­kom­me­nen" We­sen durch­geführt, die nach ei­ni­gen (auch miss­glück­ten) Ver­su­chen zu un­se­rem heu­ti­gen Men­schen führ­ten. Außer­dem er­klärt es das Ent­ste­hen un­se­res Son­nen­sys­tems und un­se­rer Ga­la­xie von ei­ner uns un­be­kann­ten Wis­sens­quel­le her. Die su­me­ri­sche Kul­tur kann­te Geld­wirt­schaft und Buch­hal­tung wie wir, präg­te un­se­re Län­gen- und Ge­wichts­ma­ße und nimmt vie­les, wes­sen wir uns in Ma­the­ma­tik und Astro­no­mie rüh­men, vor­weg.
  3. Das in­di­sche Nar­ra­tiv über­lie­fern vor al­lem die Ve­den. Nach ih­nen be­gann der Mensch als gei­stig-äthe­ri­sche Exi­stenz und wur­de erst nach vie­len Ent­wick­lungs­stu­fen ma­te­riell. Er wird pri­mär als Ma­ni­fe­sta­tion von Be­wusst­sein ge­se­hen, der all­mäh­lich ei­ne zoo­lo­gische Ka­te­go­rie an­nahm. Ei­ne Ab­fol­ge von ins­ge­samt sie­ben Men­schen­arten er­gibt ei­nen voll­stän­di­gen Zy­klus. Die Ve­den be­zeich­nen die vier­te Men­schen­art als at­lan­ti­sche und die drit­te als le­mu­ri­sche. An­de­re Na­men sind mir nicht be­kannt. Als qua­li­ta­tiv höchst­ste­hen­de gilt die le­mu­ri­sche. Die fünf­te (un­se­re) soll als Lern­pha­se we­gen des cha­rak­ter­li­chen Nie­der­gangs der at­lan­ti­schen Men­schen­art nö­tig ge­wor­den sein. So­bald wir un­se­re Lek­tio­nen ge­lernt ha­ben, kann die sech­ste Men­schen­art ent­ste­hen. Ver­bin­den­des Ele­ment un­ter den Men­schen­arten ist die Sa­madhi-Tra­di­tion12, ge­pflegt so­wohl in Klö­stern als auch in der ge­wöhn­li­chen Be­völ­ke­rung. Die­se Me­di­ta­tions­tech­nik kann ein Ab­sin­ken des Ener­gie­ni­veaus ver­hin­dern be­zie­hungs­wei­se es, falls be­reits ab­gesun­ken, wie­der in sei­nen ur­sprüng­lich ho­hen Zu­stand brin­gen. Be­son­ders er­folg­rei­che Sa­ma­dhi-Me­di­tie­ren­de kön­nen ih­ren ener­ge­ti­schen Hoch­stand über Jahr­hun­der­te und Jahr­tau­sen­de in ei­ner Art Trance auf­recht­erhal­ten. In Höh­len im Ge­bir­ge me­di­tie­ren sie seit Men­schen­geden­ken in die­ser Trance. Laut Aus­kunft un­ter­suchen­der Ärz­te und be­auf­trag­ter Wäch­ter, die re­gel­mä­ßig Kon­troll­gän­ge in die­se Höh­len un­ter­neh­men, es­sen und trin­ken die Sa­ma­dhis nicht, le­ben aber13. Nach in­di­scher Tra­di­tion kön­nen Sa­ma­dhi-Me­di­tie­ren­de, ei­nem gött­li­chen Ruf fol­gend, aus ih­rer Trance er­wa­chen, ih­re Höh­le ver­las­sen und ei­ne himm­li­sche Mis­sion un­ter den Men­schen über­neh­men. Ob die auch ei­ne Zeu­gung phy­si­scher Nach­kom­men um­fasst, kann ich nicht sa­gen. Vor et­wa 17.000 Jah­ren soll ein Bud­dha (deutsch: "der Er­wach­te")14 ein sol­cher er­wach­ter le­mu­ri­scher Sa­ma­dhi-Me­di­tie­ren­der ge­we­sen sein. Sei­ne Ge­sichts­zü­ge sind au­ßen an den Kup­peln der mei­sten bud­dhi­sti­schen Stu­pas In­diens ab­gebil­det.15
    Ver­gleich­bar da­mit kennt die west­li­che Tra­di­tion den jahr­hun­derte­lan­gen Schlaf sie­ben jun­ger Män­ner in Ephe­sos (heu­ti­ge Tür­kei). Laut Ko­ran (Su­re 18) ha­ben sie 309 Jah­re, laut Chri­sten­tum 372 Jah­re lang ge­schla­fen, be­vor sie auf­wach­ten und sich dem Bi­schof und so­gar dem Kai­ser zu er­ken­nen ga­ben, um an­schlie­ßend end­gül­tig zu ster­ben.
    Ob das in­di­sche Nar­ra­tiv et­was da­rüber sagt, wie der Mensch - tech­nisch ge­sehen - ent­stan­den ist, weiß ich nicht.

c) FUND­GEGEN­STÄN­DE

   1. Ein Bei­spiel für ei­nen Fund­gegen­stand, der ins su­me­ri­sche Nar­ra­tiv passt, se­he ich in ei­nem Fuß­ab­druck in der Nä­he der süd­af­ri­ka­ni­schen Ort­schaft Em­pu­lu­zi na­he der Ost­gren­ze von Swa­zi­land: ein senk­recht in har­ten Granit ein­gelas­se­ner Fuß­ab­druck von 1,3 m Län­ge. Die Ein­gebo­re­nen pfle­gen klei­ne Mün­zen in sei­ne Fer­se zu le­gen. Das Al­ter des Steins (nicht des Ab­drucks) wird mit 200 Mil­lio­nen bis drei Mil­liar­den Jah­ren an­gege­ben. Der Hob­by-Ar­chä­o­lo­ge Mi­cha­el Tel­lin­ger sieht da­rin meh­re­re seit lan­gem von ihm ver­tre­te­ne The­sen be­stä­tigt. Ich rei­he sie hier prä­mis­sen­artig an­einan­der:

Fußabdruck in Südafrika
Michael Tellinger vor dem Fußabdruck in Mpuluzi                                                        

Weld-Blundell-Prisma
die sumerische Königsliste, auch      
bekannt als Weld-Blundell-Prisma     

   2. Ein wei­te­res zum su­me­ri­schen Nar­ra­tiv pas­sen­des Ar­te­fakt ist die voll­stän­di­ge Li­ste der su­me­ri­schen Kö­ni­ge. Vor et­wa 3800 Jah­ren in Stein ge­mei­ßelt, um­fasst sie den ge­sam­ten Zeit­raum des Nar­ra­tivs, al­le 431.000 Jah­re. Man­che Ge­lehr­te neh­men 432.000 Jah­re an, um da­rin ei­ne Ma­ni­fe­sta­tion der zen­tra­len kos­mi­schen Zahl 432 zu se­hen. Die er­sten Kö­ni­ge soll­ten je­weils über 10.000 Jah­re lang re­giert ha­ben - was die oh­nehin schon un­wahr­schein­lich lan­gen Le­bens­zei­ten der er­sten Men­schen in der Bi­bel um ein Viel­fa­ches über­steigt. Die Hi­sto­ri­zi­tät des In­halts die­ser Li­ste zu er­ör­tern se­he ich mich au­ßer­stan­de.

   3. Bei­spie­le für das in­di­sche Nar­ra­tiv fin­den sich im be­reits in Fuß­no­te 15 er­wähn­ten Buch "Das drit­te Au­ge" von Ernst Mul­da­shev. Sei­ne da­rin be­schrie­be­ne Ent­deckungs­rei­se macht ihn zu ei­nem der ver­dienst­voll­sten For­scher im Be­reich die­ser zen­tra­len mensch­li­chen Tra­di­tion. Sein Buch wä­re ein wei­te­res abend­fül­len­des The­ma.
 
 

5) ÜBER­WIN­DUNG (HEI­LI­GE SCHRIF­TEN)
Hei­li­ge Schrif­ten wir­ken wie ein zwei­schnei­di­ges Schwert.

Ei­ner­seits möch­ten sie be­frei­en von un­nö­ti­gem Kle­ben an Ge­glaub­tem, an­de­rerseits leh­ren sie selbst ei­nen Aus­druck ab­so­lu­ter Wahr­heit, der zu­nächst ein­mal ge­glaubt wird. An die Stel­le der al­ten kom­men neue Kon­zep­te. Nur mehr vom Glei­chen?

Ei­ner­seits leh­ren hei­li­ge Schrif­ten Ge­schich­te, an­de­rerseits möch­ten sie von der Last der Ge­schich­te be­frei­en.

Die­se Wi­der­sprü­che lö­sen sich auf im dem Maß, als Du das, wo­von hei­li­ge Schrif­ten spre­chen, in Dir selbst ent­deckst und re­a­li­sierst. Dein Be­wusst­sein soll im Jetzt woh­nen und im Hier die Zu­kunft emp­fan­gen.

Die­sem Zweck die­nen auch in hei­li­gen Schrif­ten viel­leicht ent­hal­te­ne ge­schicht­li­che In­for­ma­tio­nen, die Du auf ih­re Tat­säch­lich­keit prü­fen soll­test, be­vor Du sie ak­zep­tierst. Li­te­ra­tur kennt so vie­le Gat­tun­gen und Mög­lich­kei­ten, dass das glei­che Kon­zept je nach Kon­text et­was ganz an­de­res hei­ßen kann. Auch tut es gut, un­ser Vor­ver­ständ­nis, mit dem wir le­sen, zu hin­ter­fra­gen.

Um Ge­schich­te zu über­win­den, musst Du sie ei­ni­ger­ma­ßen durch­schau­en. So­bald das ge­sche­hen ist, kannst Du Dich da­von di­stan­zie­ren oder eman­zi­pie­ren. Sie ist über­wun­den, wenn Du nicht mehr da­von kon­di­tio­nierst wirst, wenn Du Dich nicht mehr da­mit iden­ti­fi­zierst, wenn Du sie sein las­sen kannst, wenn Du sie be­ja­hen kannst, wenn Du sie fei­ern kannst.

Da­hin möch­ten hei­li­ge Schrif­ten füh­ren. Ge­schich­te ist re­la­tiv, Zeit ei­ne Fik­tion. Den Gott dog­ma­ti­schen Glau­bens gibt es so nicht. Aber falsch ist er auch nicht. Pro­te­stie­re nicht ge­gen ihn. Las­se als Mensch, ide­a­ler­wei­se als Gott­mensch, Deine Mög­lich­kei­ten Wirk­lich­keit wer­den.
 
 

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F U S S N O T E N

1 Bay­ern, Böh­men, Fran­ken, Fries­land, Hol­land, Istri­en, Kärn­ten, Krain, Lo­thrin­gen, Mäh­ren, Ost­mark, Sach­sen, Schwa­ben, Ve­ro­na

2 Wuss­test Du, dass die Son­ne kul­tur­über­grei­fend als Herr­scher (masku­lin) über die Zeit sti­li­siert wird? Wuss­test Du, dass die Zeit ei­nen Herr­scher braucht? Der Herr­scher bist Du. Es gibt ja gar kei­ne Zeit. Zeit ist Fik­tion. Aber in­dem Du je­mand an­de­ren als Dich selbst als Herr­scher über die Zeit an­er­kennst – ei­nen Him­mels­kör­per oder ei­nen ech­ten oder fik­ti­ven Chri­stus oder wen auch im­mer –, er­schaffst Du Zeit. Die Son­ne oder ei­nen Chri­stus als Herrn an­zu­er­ken­nen, be­deu­tet frei­wil­li­ge Skla­ve­rei "un­ter der Son­ne". Ak­zep­tie­re bit­te, dass Du das ge­tan hast, und leh­ne Dich nicht da­ge­gen auf. Dann kann die Saat wach­sen. Der Weg in die Frei­heit führt über das Kreuz. Ak­zep­tiere das bit­te auch. Ein ge­kreu­zig­ter Skla­ve zu sein be­deu­tet frei zu sein und zu herr­schen. Ver­stehst Du das? Das Neue Te­sta­ment han­delt da­rüber aus­führ­lich in den Pau­lus-Brie­fen.

3 Sie­he Lu­kas 2:1.4-7: "In je­nen Ta­gen er­ließ Kai­ser Au­gu­stus den Be­fehl, al­le Be­woh­ner des Rei­ches in Steu­er­li­sten ein­zu­tra­gen. (...) So zog auch Jo­sef (...) nach Ju­däa in die Stadt Da­vids, die Be­tle­hem heißt; (...). Er woll­te sich ein­tra­gen las­sen mit Ma­ria, sei­ner Ver­lob­ten, die ein Kind er­war­te­te. Als sie dort wa­ren, kam für Ma­ria die Zeit ih­rer Nie­der­kunft, und sie ge­bar ih­ren Sohn, den Erst­ge­bo­re­nen. Sie wi­ckel­te ihn in Win­deln und leg­te ihn in ei­ne Krip­pe, weil in der Her­ber­ge kein Platz für sie war."

4 Der Wech­sel der Stern­zei­chen durch die Prä­zes­sion der Erd­ach­se heißt, dass zum Zeit­punkt des Pri­mär-Äqui­nok­tiums (= der Früh­lings-Tag-und-Nacht-Glei­che) der Früh­lings­punkt (= der fik­ti­ve Schnitt­punkt des Him­mels­äqua­tors mit der Ek­lip­tik) in­ner­halb von un­ge­fähr 25800 Jah­ren al­le zwölf Stern­zei­chen durch­wan­dert. Un­ge­fähr al­le 2150 Jah­re steht er al­so in ei­nem an­de­ren Stern­zei­chen. Dem­ge­mäß wä­re das Chri­sten­tum das Fi­sche-Zeit­al­ter (zwei­tes Is­ra­el), das Al­te-Te­sta­ment-Zeit­al­ter das Wid­der-Zeit­al­ter (er­stes Is­ra­el), das Zeit­al­ter da­vor das Stier-Zeit­al­ter (prä­hi­sto­risch) – und wir ste­hen heu­te an der Schwel­le zum Was­ser­mann-Zeit­al­ter.

5 Die hier von mir er­wähn­ten Fund­stü­cke sind ziem­lich sen­sa­tio­nell. Es gä­be noch sen­sa­tio­nel­le­re, aber so­lan­ge es kein sie er­klä­ren­des Nar­ra­tiv gibt, wä­re ih­re Er­wäh­nung ei­ne hal­be Sa­che und rei­ne Spe­ku­la­tion.

6 Der US-ame­ri­ka­ni­sche Theo­lo­gie­pro­fes­sor, Pre­di­ger und Tele-Evan­ge­list Dr. Gene Scott lehr­te, dass der Zeit­raum vom Jahr 2143 v.u.Z. bis zum Jahr 2000 u.Z., al­so ins­ge­samt 4143 Jah­re, in den vom nörd­li­chen Ein­gang in die Kö­nigs­kam­mer füh­ren­den Gang der Cheops-Py­ra­mi­de auf dem Gi­zeh-Pla­teau in Ägyp­ten als Bo­den­mar­kie­run­gen ein­gra­viert sind. Ein Jahr in die­sem Gang ist ge­nau ei­nen Py­ra­mi­den­zoll lang, al­so 2,54 cm. Die wich­tig­sten Er­eig­nis­se – das Auf­tre­ten Ab­ra­hams und Mo­ses', der Kö­ni­ge Saul, Da­vid und Sa­lo­mon, das 30jäh­ri­ge Le­ben Je­su Chri­sti, die Re­for­ma­tion, die Welt­krie­ge ... – sind deut­lich her­vor­geho­ben. Es be­steht so­mit kein Zwei­fel, dass das ge­sam­te west­li­che Nar­ra­tiv in der Cheops-Py­ra­mi­de vorab­gebil­det ist.

7 Dem dä­ni­schen Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor für Asia­ti­sche Spra­chen und Li­te­ra­tur, Bud­dhi­sti­sche Theo­lo­gie und In­di­sche Phi­lo­lo­gie (San­skrit and Pâ­li) Dr. Chri­stian Lindt­ner fiel auf, dass die Pe­ri­ko­pen der sy­nop­ti­schen Evan­ge­li­sten (Mat­thäus, Mar­kus, Lu­kas) hin­sicht­lich In­halt, Sil­ben­an­zahl und ge­ma­tri­schem Wert der zen­tra­len Per­so­nen­na­men mit den Pe­ri­ko­pen der bei­den bud­dhi­sti­schen Schrif­ten Mû­la­sar­vâ­sti­vâ­da­vi­na­ya und Sad­dhar­ma­pun­da­rî­ka aus dem 2. Jahr­hun­dert v.u.Z iden­tisch sind – sie­he sei­ne Web­site www.jesusisbuddha.com. Es be­steht so­mit kein Zwei­fel, dass die neu­te­sta­ment­li­chen Evan­ge­lien Über­set­zun­gen bud­dhi­sti­scher Tex­te sind.

8 Ein Teil der Ge­lehr­ten hält die An­nu­na­ki der su­me­ri­schen Epen für die "von oben Ge­kom­me­nen", an­de­re Sprach­kun­di­ge be­strei­ten dies. So­mit hält der ge­gen­wär­ti­ge Stand der Wis­sen­schaft für den Lai­en noch kei­ne all­ge­mein an­er­kann­te Ver­sion der su­me­ri­schen Ge­schich­te be­reit.

9 Deutsch Er­de, he­brä­isch eretz und eng­lisch earth sind De­ri­va­te des su­me­ri­schen eridu (Land). Es gab auch ei­ne Stadt die­ses Na­mens in der Nä­he von Ur, der Ge­burts­stadt Ab­ra­hams.

10 http://baharna.com/karma/yuga.htm

11 Genesis 1-2

12 Me­di­ta­tions­tech­nik, die das Kör­per­was­ser he­xa­go­nal kri­stal­li­sie­ren lässt, was den Or­ga­nis­mus re­ge­ne­riert und re­pri­sti­niert. Die Wis­sen­schaft spricht vom vier­ten Ag­gre­gats­zu­stand des Was­sers (siehe http://worldtimes-online.com/wissen/165-der-vierte-aggregatzustand-von-wasser.html). Als le­ben­di­ges Bei­spiel da­für gilt der Mönch Ser­gej Da­schi-Dor­scho Iti­gi­low (1852-1927) aus Bur­ja­tien, ei­ner rus­si­schen Re­pub­lik nörd­lich der Mon­go­lei. Er war der 12. Pan­di­to Ham­bo La­ma (Ober­haupt der rus­si­schen Bud­dhi­sten).

13 Ih­re See­len sol­len nach Aus­kunft der Wäch­ter über die Sil­ber­schnur mit ih­ren Kör­pern ver­bun­den sein. Die­se Sil­ber­schnur als le­bens­er­hal­ten­der Ver­bin­dung zwi­schen Astral­kör­per und phy­si­schem Kör­per er­wäh­nen vie­le Be­rich­te von Men­schen mit Nah-Tod-Er­leb­nis­sen und die Bi­bel in Ko­he­let 12:6.

14 Rich­tig, die­ser Bud­dha ist nicht mit dem vor 2500 Jah­ren le­ben­den Ari­sto­kra­ten Sid­dhar­tha Gau­ta­ma iden­tisch, der das Rad der Leh­re in Gang ge­setzt hat, die uns heu­te als bud­dhi­sti­sche be­kannt ist.

15 Sie­he da­zu das Buch von MUL­DA­SHEV Ernst, Das Drit­te Au­ge und der Ur­sprung der Mensch­heit (durch­ge­se­he­ne und er­wei­ter­te Neu­aus­ga­be). Spek­ta­ku­lä­re Er­kennt­nis­se zur Her­kunft un­se­rer Zi­vi­li­sa­tion. Aus dem Rus­si­schen von Uwe Sel­ke, AMRA Ver­lag, Ha­nau 2017. Aus dem In­ter­net he­run­ter­zu­la­den von: http://www.agmiw.org/wp-content/uploads/2017/04/das_dritte_auge_und_der_ursprung_der_menschheit.pdf

16 Klaus Do­na brach­te aus Süd­ame­ri­ka Ske­lett­tei­le von über sie­ben Me­ter gro­ßen mensch­li­chen Ka­da­vern mit und stellte sie im Jahr 2001 in Wien aus. Der Aus­stel­lungs­ka­ta­log be­fin­det sich in mei­nem Be­sitz. Ich ken­ne Herrn Do­na seit vie­len Jah­ren per­sön­lich. Er ist Wahl­wie­ner, in Ti­rol ge­bo­ren und von Be­ruf Aus­stel­ler. Er be­reist mit sei­nen mehr als 70 Jah­ren als For­scher und Vor­tra­gen­der die gan­ze Welt. Ge­fun­den wur­den die Kno­chen in drei Grä­bern im so­ge­nann­ten "Tal der Rie­sen" in Ecua­dor. Der Grund­stücks­eigen­tü­mer, ein Bau­er, ließ sich von Do­na Ano­ny­mi­tät zu­si­chern, um den Fo­kus der Re­gie­rung von sich fern zu hal­ten.