W A S   I C H   W I L L

Ich will den Gren­zen des Me­diums ein Schnipp­chen schla­gen und Dir ein be­son­de­res Er­leb­nis er­mög­li­chen.

Ob­wohl Buch­sta­ben un­se­re mehr­di­men­sio­na­le Wirk­lich­keit auf den zwei­di­men­sio­na­len Bild­schirm re­du­zie­ren, kön­nen wir da­mit su­per kom­mu­ni­zie­ren. Beim Schrei­ben über­set­zt un­ser Ge­hirn Sinn in Buch­sta­ben. Beim Le­sen über­setzt es das Ge­le­se­ne blitz­schnell in Sinn zu­rück – auf der Ba­sis der über­licht­schnel­len Quan­ten­im­pul­se in­ner­halb des Re­so­nanz­fel­des, in das Du und ich ein­ge­klinkt sind.

Po­si­tiv, nicht?

Ne­ga­ti­ves gibt es auch. Über­set­zun­gen ins Schrift­li­che trans­por­tie­ren den Sinn oft nicht so, wie der Au­tor das ger­ne hät­te. Aus vie­len Grün­den.
Haupt­grund ist die Viel­schich­tig­keit un­se­rer Rea­li­tät. Die glei­che Phra­se kann in ei­nem an­de­ren Kon­text et­was ganz an­de­res hei­ßen. Wenn die kom­mu­ni­zie­rende Per­so­nen nicht auf­ei­nan­der ein­ge­stimmt sind, wenn sie sich nicht im glei­chen Re­so­nanz­feld be­we­gen, ver­steht der Emp­fän­ger et­was an­de­res als das, was der Sen­der meint.
Wei­te­re Grün­de lie­gen in man­geln­der Fo­kus­siert­heit. Das fängt schon bei mir an, wenn ich out­spaced oder in Trance et­was hin­schrei­be. Es kann am Me­dium lie­gen, wenn es ge­ra­de nicht op­ti­mal tut. Oder es liegt an Dir, wenn Du ge­ra­de auf ei­ner an­de­ren Wel­len­län­ge schwimmst, im Stil­len Oze­an so­zu­sa­gen und ich im Schwar­zen Meer.

Um zu­ver­läs­sig Wert­vol­les zu ver­mit­teln, grei­fe ich da­her zu ei­nem Trick. Ich brin­ge The­men, die auf den er­sten Blick nichts mit­ei­nan­der zu tun ha­ben, von ei­ner hö­he­ren War­te aus mit­ei­nan­der in Be­zie­hung. Die hö­he­re Ebe­ne steue­re ich mit mei­ner ei­ge­nen Trans­zen­denz­fä­hig­keit an. Da­mit la­de ich Dich ein, Dich eben­falls auf die­se hö­he­re War­te zu be­ge­ben. Wie gut auch im­mer uns das ge­lingt – ei­ne Win-Win-Si­tua­tion ist es in je­dem Fall. Gün­stig­sten­falls pro­fi­tierst Du von ei­nem neu­en, schö­nen, hö­her­di­men­sio­na­len Aus­blick, min­de­stens aber von den dar­ge­bo­te­nen In­for­ma­tio­nen.

Um das je­wei­li­ge The­ma, so in­te­res­sant es auch sein mag, geht es mir al­so nicht in er­ster Li­nie. Das The­ma dient mir nur als Fen­ster, um Licht durch­zu­las­sen. Kann das Licht Dich er­rei­chen, er­lebst Du et­was.

Das will ich.

Mar­tin Dei­nin­ger